Duarphius Ostentrop
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

SK 15.07.2017

Verein > In den Medien





Vorerst kein Geld aus „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2017“
Finnentroper Förderanträge nicht berücksichtigt

15.07.17 11:00 Sauerlandkurier


Finnentrop/Olpe. Lange Gesichter in der Gemeinde Finnentrop. Das neue „Heimatministerium“ NRW hat die Liste der aus dem „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2017“ zu fördernden Projekte veröffentlicht. Finnentrop geht vorerst leer aus, Olpe erhält 95.000 Euro für die Umgestaltung des Spielplatzes „Im Weierhohl“ als zentrale Spielfläche und sozialer Begegnungsraum.

Anträge waren aus der Gemeinde Finnentrop für den Um- und Ausbau der Festhalle Finnentrop zu einem „Interkulturellen Begegnungszentrum“, dem weiteren Um- und Ausbau des „Duarphius“ Ostentrop (ehemals Saal Gasthof Melcher) in ein Dorfhaus und die Sanierung des Clubhauses von Rot-Weiß Ostentrop/Schönholthausen gestellt worden.

„Nach einer Überarbeitung der Antragsunterlagen werden viele der jetzt nicht ausgewählten Projekte eine realistische Förderchance in den nächsten Jahren haben“, schreibt das Ministerium.

Sebastian Hatzfeld (Vorsitzender Bürgerschützenverein Finnentrop): „Natürlich sind wir enttäuscht, aber wir machen weiter. Wir hatten uns schon was ausgerechnet, weil unsere Planung exakt den Förderrichtlinien entsprach. Wir haben gut geplant, haben ein gutes, ausgereiftes Konzept und werden den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern alle Möglichkeiten prüfen und weitermachen. Die Halle muss instand gehalten werden, das ist unsere große Aufgabe für die Zukunft. Ich bedanke mich ausdrücklich bei Rat und Verwaltung sowie unseren Vereinsmitgliedern, die voll und ganz hinter uns stehen und uns unterstützen.“

Martin Hageböck (stellv. Vorsitzender Verein Duarphius Ostentrop): „Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir über dieses kurzfristig aufgelegte Programm in diesem Jahr keine Förderung bekommen können. Von der Förderhöhe wäre das eine tolle Sache gewesen. Wir werden uns im Gesamtvorstand nun abstimmen müssen, ob wir eine Förderung 2018 anpeilen wollen, oder nach der Enttäuschung von L.E.A.D.E.R. im Jahre 2016 nun auf IKEK setzen, mit einer niedrigeren Förderhöhe. Da bedarf es natürlich auch Abstimmungsgesprächen mit der Gemeindeverwaltung und Bürgermeister Dietmar Heß.

Michael Stell, Vorstandsmitglied RW Ostentrop/Schönholthausen: „Das ist schon sehr enttäuschend, was bis jetzt dabei herausgekommen ist. Dies vor allem, da es zunächst aussah, als ob unsere Planung förderfähig sei. Das Ergebnis ist frustrierend, aber wir können uns bei unserem Konzept keinen Vorwurf machen.“ Das Clubhaus ist mehr als ein Umkleidgebäude für Fußballer, sondern dient einigen weiteren Abteilungen des Mehrspartenvereins als Übungs- und Trainingsquartier.

Das neue Heimatministerium legt mit dem Investitionspakt „Integration im Quartier“ das erste Förderprogramm der neuen Landesregierung vor. Das in diesem Jahr erstmalig aufgelegte Bund-Länder-Programm unterstützt die Städte und Gemeinden darin, Orte der Begegnung zu schaffen oder zu modernisieren und aufzuwerten.

An der Finanzierung der im Programm eingeplanten Investitionen für insgesamt 44 Förderprojekte mit Ausgaben in Höhe von 61,5 Millionen Euro beteiligen sich der Bund mit 46,1 Millionen Euro, das Land NRW mit 9,3 Millionen Euro und die Städte und Gemeinden mit einem Eigenanteil in Höhe von 6,1 Millionen Euro. Für das Programm wurden 206 Anträge von 134 Kommunen und einem Kreis mit einem Förderbedarf von 277,3 Millionen Euro gestellt.  

Anlässlich der Programmveröffentlichung sagte die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Ina Scharrenbach, in Düsseldorf: „Mit dem neuen Förderprogramm wollen wir den nachbarschaftlichen Zusammenhalt stärken, die Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen am öffentlichen Leben sichern und für die Bürgerinnen und Bürger die Lebensqualität in unseren Stadt- und Ortsteilen spürbar verbessern. Auch den vielen Zuwanderern wollen wir bei der Integration in ihre neue Heimat helfen. Die Stärkung im Quartier ist hierzu ein ganz entscheidender Baustein. Ganz besonders gefreut hat mich, dass wir zahlreiche Projekte mit zum Teil großer Bürgerbeteiligung fördern. Dieses beachtliche bürgerschaftliche Engagement zeigt mir, dass bei den Bürgerinnen und Bürgern eine hohe Bereitschaft besteht, ‚ihre Heimat‘ selbst mit zu gestalten.“

Der Bund unterstützt das Programm in diesem Jahr mit 46,1 Millionen Euro. Bundesbauministerin Hendricks: „Mit dem neuen ,Investitionspakt Soziale Integration im Quartier`stellen wir jährlich 200 Millionen Euro für die Sanierung von Schulen, Kitas und Stadtteilzentren bereit. Damit wird das Miteinander und die Integration gefördert, die soziale Stadtentwicklung gestärkt und es werden Räume geschaffen, wo sich Menschen kennenlernen, miteinander sprechen und Freundschaften schließen.“

Gemeinsam unter einem Dach
Das Dorfhaus in Ostentrop
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü